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Ein Büro für Familien auf dem Campus

Kinderbetreuung, Studienfinanzierung, BAföG mit Kind, Elternzeit – das Familienservicebüro hilft.

Das Familienservicebüro der Universität Bremen hat sein Angebot erweitert. Mitarbeiterin Ines Gürlevik bietet für alle Beschäftigten und Studierenden mit Familienaufgaben eine Erstberatung an und hilft dabei, die richtige Ansprechpartnerin oder den richtigen Ansprechpartner auf dem Campus zu finden.

Das helle und freundlich gestaltete Büro mitten auf dem Boulevard ist die Anlaufstelle für alle Fragen rund um die Familie. Wo finde ich auf dem Campus eine Betreuung für mein Kind? Was mache ich, wenn meine Eltern häusliche Pflege brauchen? Mit solchen Fragen können sich Studierende und Beschäftigte der Universität Bremen an Ines Gürlevik wenden. Wegen der Corona-Pandemie musste aber auch hier, wie in so vielen anderen Bereichen, ein neues Konzept her. Und das sieht vor, dass Ines Gürlevik zurzeit in erster Linie per Telefon oder E-Mail und in Video-Konferenzen berät. „Ich mag den persönlichen Kontakt mit Menschen sehr“, sagt sie. „Aber ich bin überzeugt, dass ich auch mit Abstand bei vielen Fragen helfen kann.“

Für Eltern sind nützliche Infos, eine qualifizierte Beratung sowie ein gutes Netzwerk wichtig.
© Matej Meza / Universität Bremen

Gute Netzwerke sind wichtig

Ines Gürlevik weiß aus eigener Erfahrung, wie wichtig für (werdende) Eltern ein gutes Netzwerk, nützliche Infos und eine qualifizierte Beratung sind. Sie steht mit zahlreichen Beratungsstellen der Universität Bremen, aber auch mit externen Einrichtungen im Kontakt. „Mein Anspruch ist, jeder und jedem zu helfen“, sagt Gürlevik. Sie hilft bei den unterschiedlichsten Anliegen. „Erst- und Verweisberatung“ nennt sich das: Zu sagen, wohin man sich wenden kann im manchmal undurchdringlich wirkenden Universitätsdschungel. Oder auch beim Ausfüllen von Anträgen für unterschiedliche Behörden unterstützt sie gern. Am besten ist es, per Mail oder Telefonat einen Termin auszumachen.

Wo finde ich auf dem Campus eine Betreuung für mein Kind? Ines Gürlevik hilft gerne, die richtige Stelle zu finden.
© Matej Meza / Universität Bremen

Studierende haben auch Anspruch auf Mutterschutz

Wenn eine Studentin schwanger ist, kann sie das zum Beispiel anzeigen und hat damit Anspruch auf Mutterschutz. Es werden dann auch ihre Lern- und Arbeitssituation geprüft, zum Beispiel die Arbeit im Labor. Es geht um die Sicherheit für Mutter und Kind. „Viele wissen gar nicht, dass sie diese Möglichkeit haben“, erzählt Gürlevik, „dabei hat das nur Vorteile“. Oder es kommen werdende Eltern zu ihr und haben Fragen zu ihrer weiteren Studienfinanzierung. Was ist mit meinem BAföG? Soll ich ein Urlaubssemester nehmen und wie ist das mit der Elternzeit geregelt? Auch Anfragen von außerhalb gehen bei ihr ein. Wer überlegt, sich in Bremen für ein Studium einzuschreiben oder sich um eine Stelle zu bewerben, möchte wissen, wie es mit der Kinderbetreuung aussieht.

Wer überlegt, an die Universität Bremen zu kommen, möchte wissen, wie es hier mit der Kinderbetreuung aussieht.
© Matej Meza / Universität Bremen

Familie bedeutet auch, sich um die Eltern zu kümmern

Auch die Pflege der eigenen Eltern oder anderer Angehöriger wird ein immer wichtigeres Thema. Das Familienservicebüro bietet auch in diesem Bereich Beratung an. „Die meisten Menschen fangen erst damit an, sich mit dem Thema zu beschäftigen, wenn die Eltern schon dringend Hilfe brauchen. Dann stehen sie vor riesigen Herausforderungen“, sagt Gürlevik. Bei Fragen rund um häusliche und stationäre Pflege ist sie ansprechbar. Auch hier geht es darum, in einem persönlichen Gespräch herauszufinden, welche Institution am besten weiterhelfen kann und welche Rechte Pflegende haben. Interessierte können zudem am regelmäßigen Pflegestammtisch des Familienservicebüros teilnehmen, bei dem eine Expertin vom Pflegestützpunkt wertvolle Tipps gibt.

Familienfreundlichkeit als Chefsache

Ursprünglich wurde das Büro auf dem Boulevard von einer Gruppe engagierter Studierender genutzt, der AG „Familienfreundliches Studium“. Der Kanzler der Universität hatte ihnen den Raum zur Verfügung gestellt, weil es ihm wichtig ist, Familienfreundlichkeit an der Universität Bremen zu unterstützen. Die Aktivitäten der Studierenden-AG, beispielsweise ein Elterncafé, finden in Kooperation mit Ines Gürlevik weiterhin im Familienservicebüro statt, sobald persönliche Treffen wieder möglich sind.

Anlaufstelle für Ideen

Wer Ideen für Veranstaltungen hat, die das Familienservicebüro in sein Programm aufnehmen sollte, kann sich an Ines Gürlevik unter familien@uni-bremen.de wenden. „Ich bin mit Familienbüros in anderen Hochschulen im Austausch und immer auf der Suche nach neuen Ideen. Deshalb freue ich mich immer über Anregungen.“

Mehr zum Familienservicebüro:

Uni Bremen: Familienservicebüro

Mehr zum Thema Vereinbarkeit an der Universität Bremen:

Uni Bremen: Familien Willkommen

Uni Bremen: Förderung der Vereinbarkeit

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