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Kennt Ihr schon … die Universitätsdruckerei?

Auf dem Campus gibt es viel zu entdecken. Doch was sieht man nicht auf den ersten Blick? Was verbirgt sich hinter Türen? up2date. hat für Neugierige angeklopft. Willkommen zur etwas anderen Campusführung!

Einen Zahn müssen wir gleich mal ziehen: Studentische Abschlussarbeiten werden hier nicht vervielfältigt. Dafür ist weiterhin der Gang zum Copyshop notwendig. Die Druckerei der Universität Bremen darf nämlich keine Konkurrenz zur Privatwirtschaft aufbauen und keine Gewinne machen. Sie ist aber Rundum-Dienstleister für alle Bereiche der Universität. Service total von der Beratung, die immer wichtiger wird, über das Layout bis zur Ausführung auf umweltfreundlichen Papieren. „Wir machen alles möglich“, sagt Leiter Sergej Dorogi. Seit zweieinhalb Jahren ist der Drucker und Medienfachwirt in dieser Position. Und er hat seither gemeinsam mit seinem änderungsfreudigen Team ziemlich viel umgekrempelt.

Sergej Dorogi
Druckereileiter Sergej Dorogi: „Wir machen alles möglich“.
© Philipp Batelka / Universität Bremen

„Das Team passt“

Transparenz, helle Räume, Licht und Luft, Grünpflanzen, imposante Maschinen und freundliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: So präsentiert sich der Dienstleister im zweiten Stock des Seitenflügels im Betriebshof. „Wir haben hier erst einmal fünf Tonnen Altbestand entsorgt“, schmunzelt Dorogi. Was ihn bewogen hat vom renommierten Oldenburger CEWE Unternehmen (man kennt es: Mein Fotobuch, mein Leben) auf den Campus zu wechseln, obwohl er dort, in der drittgrößten Stadt Niedersachsens, auch schon ein paar Sprossen der Karriereleiter erklommen hatte?

Zunächst familiäre Gründe, dann aber auch die Lust, etwas aufzubauen. „Ich habe gleich beim Bewerbungstermin gemerkt: das Team passt.“ Der 32-Jährige charakterisiert seine Leute als „spannenden Mix aus jungen Kreativen und langjährigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit viel Erfahrung.“ Das ergänze sich super.

Layout für den Auftraggeber

Der Output der Druckerei hat sich in den vergangenen zwei Jahren verdoppelt. Veränderungen in dieser Branche gehen nicht mehr mählich vor sich, sondern fix wie im Zeitraffer. Aus Offsetdruck ist Digitaldruck geworden, kreatives Grafikdesign und Mediengestaltung nehmen eine immer größere Rolle ein. Fünf von zehn Mitarbeiterinnen widmen sich allein diesem Bereich. Sie sitzen an großen Monitoren mit dem angebissenen Apfel drauf. Olga Schreiner und Katharina Mahlert erstellen während unseres Rundgangs gerade eine Broschüre für den Fachbereich Human- und Gesundheitswissenschaften. „Patientenbeteiligung bei der klinischen Forschung“ ist das Thema des Instituts für Public Health und Pflegewissenschaften. Hier sind die universitären Auftraggeber in guten Händen.

Der Duft von Papier

Beim Rundgang wird deutlich, welche Bandbreite von Produkten die Druckerei abdeckt. Visitenkarten, Postkarten, Klappkarten, Einladungskarten, Briefbögen, Veranstaltungsmappen und vieles mehr lagern in den übersichtlichen Regalen und verbreiten den wunderbaren Duft von Papier. Peter Magura, seit 30 Jahren Offsetdrucker, schiebt gerade akkurat Briefbögen in die Schneidemaschine. Weggeworfen wird so wenig wie möglich. Aus Resten stellt das Druckerteam kleine Blöcke her, die an Kindergärten verschenkt werden und dort als Malhefte großartig ankommen.

Ein Daimler unter den Druckmaschinen

Blickfang im Maschinenpark ist ein Oldtimer. „Heidelberg“ heißt die alte Dame des Offsetdrucks, die unverdrossen ihren Dienst tut. Die Präzisionsmaschine aus der Stadt am Neckar steht schon seit 30 Jahren in diesen Räumen, wie Peter Magura erklärt. „Sie ist der Daimler unter den Druckmaschinen“, sagt er liebevoll. „Wenn sie sich richtig Mühe gibt, schafft sie 4000 Bögen pro Stunde.“ Die Neuanschaffungen in dem langgestreckten Raum, ermöglicht durch Selbstfinanzierung, kommen von der japanischen Firma Ricoh. Der größte Digitaldrucker wurde Anfang des Jahres erworben. „140 Seiten pro Minute, vier Farben, jede Seite anders“, skizziert Dorogi die Power hinter dem eleganten grauen Gehäuse.

Heidelberg Druckmaschine
Der Daimler unter den Druckmaschinen, die Heidelberg.
© Philipp Batelka / Universität Bremen

Was viele nicht wissen

Professionelle Beratung nimmt in der hausinternen Universitätsdruckerei einen immer größeren Raum ein. „Nicht nur für Gestaltung und Layout von Flyern und Broschüren“, unterstreicht der Chef, „wir holen auch Kostenvoranschläge externer Dienstleister ein und nehmen das dem Kunden ab, wenn der Auftrag unsere Kapazität übersteigt.“ Dabei wird, wie auch bei Papierlieferungen, strikt auf regionale Anbieter geachtet. Und auf Nachhaltigkeit sowieso. Was viele nicht wissen: Die Druckerei macht auch verrückte Sachen. „T-Shirts, Bonbons, Luftballons, wir bedrucken alles“, lacht Dorogi.

Neugierig geworden?

Mehr Infos auf der Webseite www.uni-bremen.de/druckerei.

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