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Vorgestellt: Das neue Corporate Design der Universität

Wie ist die Universität Bremen eigentlich zu ihrem neuen Erscheinungsbild gekommen?

Auf den ersten Flyern und Broschüren sowie auf der Webseite kann man das neue Erscheinungsbild der Universität Bremen schon erspähen: Ein modernes Design mit grafischer Bildsprache und flexiblen Möglichkeiten in der Gestaltung sowie ein aufgefrischtes Logo bringt das neue Corporate Design mit. Aber warum braucht die Uni überhaupt ein neues Erscheinungsbild? Und wer entscheidet das? Kristina Logemann und Friederike Moschner aus dem Referat für Hochschulkommunikation und -marketing erzählen vom Prozess hinter den Kulissen, der die Uni nun in neuer Farbe erstrahlen lässt.

Die letzte Corporate-Design-Entwicklung fand vor etwa zwanzig Jahren statt – eine lange Zeit für ein visuelles Erscheinungsbild, erklärt Kristina Logemann: „Das alte Corporate Design hat nicht mehr dem Zeitgeist und den Ansprüchen der modernen Kommunikation entsprochen. Es wurde damals für analoge Kommunikationswege wie Printmedien entwickelt, heute läuft vieles digital.“ Die Leiterin des Referats für Hochschulkommunikation und -marketing – kurz KOMMA – initiierte gemeinsam mit dem Rektorat Anfang 2020 den Prozess zur Entwicklung einer Corporate Identity und eines neuen Corporate Designs. Zu dieser Zeit stieß auch Friederike Moschner zum Team, um das Projekt zu koordinieren.

Kristina Logemann ist Leiterin des Referats für Hochschulkommunikation und -marketing und gab gemeinsam mit dem Rektorat den Anstoß für den Prozess zur Entwicklung einer Corporate Identity und eines neuen Corporate Designs für die Uni.
© Harald Rehling / Universität Bremen

Was ist das – Corporate Identity und Corporate Design?

Die Uni ist ein Ort der Bildung und des Wissens, sie steht aber noch für Vieles mehr, wie Friederike Moschner erklärt: „Wer Uni hört, hat ein bestimmtes Bild im Kopf. Denn Uni ist auch eine Marke, die für ausgezeichnete Lehre, herausragende Forschung und ein tolerantes und gutes Miteinander steht. Das gemeinsame Selbstverständnis und das Profil der Marke wollten wir im Corporate Identity-Prozess weiter herausarbeiten und schärfen“, erklärt die Marketing-Expertin. Dieses Selbstbild, das alle Uni-Angehörigen verbindet, nennen Fachleute Corporate Identity, kurz CI. Steht die CI, wird sie in einem sogenannten Markenkern kompakt zusammengefasst. Das alles bildet die Grundlage des Corporate Designs (CD), also des einheitlichen Erscheinungsbilds.

Und wofür braucht man es?

Uni als Marke klingt im ersten Moment seltsam, denn die Uni verkauft ja nichts. Warum eine staatliche Uni an ihrer Identität und ihrem Erscheinungsbild arbeiten muss, weiß Kristina Logemann: „Zum einen geht es um ein Gemeinschaftsgefühl aller Uni-Angehöriger sowie eine einheitliche Kommunikation nach außen. Zum anderen muss eine Uni ein klares Profil und einen hohen Wiedererkennungswert haben, um sich im nationalen und internationalen Wettbewerb in der Wissenschaftslandschaft durchsetzen zu können“.

Friederike Moschner übernimmt als Marketing-Expertin die Koordination des gesamten Prozesses.
© Harald Rehling / Universität Bremen

Wie hat die Universität zu ihrem neuen Erscheinungsbild gefunden?

Bevor es also an das Erscheinungsbild gehen konnte, musste erstmal am Profil gearbeitet werden. „Die Menschen, die an der Uni arbeiten, forschen und studieren, prägen ihr Bild. Deswegen darf so ein Prozess nicht ohne sie stattfinden“, erklärt Friederike Moschner. Mithilfe von Interviews, Onlineumfragen und Workshops konnten sich die Menschen äußern, die die Uni am Laufen halten: Verwaltungsmitarbeitende, Forschende, Professorinnen und Professoren, Studierende sowie Rektoratsmitglieder hatten die Möglichkeit, die Uni aus ihrer Sicht zu beschreiben. „Gemeinsam mit externen Kommunikationsexperten haben wir dann aus dem vielfältigen Input die Identität einer jungen, dynamischen, bunten, vielfältigen und internationalen Uni formuliert“, fasst die Marketing-Fachfrau den neu entwickelten Markenkern der Uni zusammen. Auch zum neuen Corporate Design hatten alle Uni-Angehörigen nochmal die Möglichkeit, sich zu äußern. Daraus ergab sich eine besondere Überraschung, erinnert sich Friederike Moschner: „Wir haben herausgefunden, dass die Mehrheit der Befragten offen für Veränderung und eine Weiterentwicklung des Logos war. So ist das neue Logo nun reduzierter, deutlich prägnanter und so offen wie die Uni selbst. Durch den Erhalt des roten U und der schwarzen Schrift ist die Wiedererkennung der bekannten Marke gewährleistet.“

Ein Beispiel für das neue Erscheinungsbild: Mit grafischer Bildsprache und einem aufgefrischtem Logo wurde ein modernes Design für die Uni kreiert.
© Universität Bremen

Wer war am Entscheidungsprozess beteiligt?

Es ist also ein langwieriger und umfassender Entwicklungsprozess. Nicht jede individuelle Meinung könne deshalb in so einem Prozess eins zu eins dargestellt werden, erklärt Friederike Moschner: „Wir haben gemeinsam mit der Agentur am Ende auf alle Einzelteile geschaut und daraus Vorschläge fürs CD geformt.“ Bei allem Für und Wider müsse natürlich eine finale Entscheidung getroffen werden: „Nach mehrfachem und kritischem Austausch über die Vorschläge hat die Universitätsleitung sich für das jetzige Corporate Design entschieden.“

Auch wenn im Januar das neue CD mit Logo, verschiedenen Vorlagen und einem Fresh-Up der Website eingeführt wurde, ist ein Puffer bis Ende des Jahres eingeplant, erzählt die Marketing-Expertin: „Spätestens 2022 sollte das neue Corporate Design aber von allen Bereichen verwendet werden.“

Weitere Informationen

Informationen zum Corporate Design für Beschäftigte, Studierende sowie externe Dienstleister und Kooperationspartner gibt es auf der Uni-Website.

Fragen zum Corporate Design können per E-Mail an marketing@uni-bremen.de gestellt werden.

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