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Kinder-Uni digital: Wie geht das?

In den Sommerferien und zum Schulstart bieten Forschende der Uni Bremen spannende Videos und digitale Workshops für Kinder an.

Im Hörsaal auf dem Campus über eindrucksvolle Experimente staunen und mit Forschenden in Laboren experimentieren. Das verbinden viele mit der Kinder-Uni der Universität Bremen. Doch wegen der Corona-Pandemie geht das seit vielen Monaten nicht. Stattdessen bietet die Uni ein alternatives Format an, das sowohl in den Sommerferien als auch danach genutzt werden kann. Die Koordinatorin Isabell Harder gibt Einblicke in die aktuelle digitale Kinder-Uni.

Wie funktioniert die digitale Kinder-Uni, Isabell?

Vor allem über Videokonferenzen. Damit können ja inzwischen Schüler:innen, Lehrkräfte und unsere Wissenschaftler:innen ganz prima umgehen. Aber auch mit Videos arbeiten wir, die Wissenschaftler:innen vorproduziert haben und die von den Kindern und Lehrkräften jederzeit – auch in den Ferien – über die Kinder-Uni-Website angeschaut werden können. Hier gibt es auch eine Übersicht aller Angebote und die Möglichkeit, sich online anzumelden. Zusätzlich kooperieren wir bei einigen Angeboten mit dem Webportal „Digitale Drehtür“. Es gibt Schüler:innen die Möglichkeit, interessensgeleitet und selbstbestimmt ihren Schulalltag über digitale Angebote zu bereichern.

Was für digitale Formate bietet ihr konkret an?

Wir haben uns für drei verschiedene Varianten von Videokonferenzen entschieden: Vorträge, bei denen Wissenschaftler:innen aus ihrer Forschung berichten, Workshops, bei denen Wissenschaftler:innen gemeinsam mit den Schüler:innen forschen und Video-Calls, bei denen Schüler:innen den Wissenschaftler:innen eigene Fragen zu deren Arbeit und beruflicher Laufbahn stellen können. Zu den Videokonferenzen, die am Vormittag stattfinden, melden sich Schulklassen über ihre Lehrkraft an. Bei denen am Nachmittag können Eltern auch einzelne Kinder anmelden. Bei den Videos gibt es auch verschiedene Typen: solche, die einen Einblick in eine bestimmte Forschungsrichtung geben und solche, die als Anleitung für eigenes Forschen und Experimentieren der Kinder dienen.

Kannst du uns ein Beispiel nennen?

Ein schönes Beispiel war der Vortrag von Professor Jens Lehmann. Er ist unter anderem Leiter der geowissenschaftlichen Sammlung der Universität Bremen und hat bei der digitalen Kinder-Uni über Fossilien gesprochen. Nach seinem Vortrag hat er dann noch fast eine Stunde lang die Fundstücke der Kinder bestimmt. Der Reihe nach haben die Kinder ihre Funde in die Kamera gehalten und Professor Lehmannn konnte zu den meisten Stücken tatsächlich spannende Informationen liefern. Das war beeindruckend.

Einfach mal reinschauen: der digitaler Kinder-Uni Vortrag von Jens Lehmann, dem Leiter der Sammlung der Universität Bremen.
© Prof. Dr. Jens Lehmann / Universität Bremen

Wie war die Resonanz bislang?

Sehr gut. Vor allem bestimmte Vorträge wie der von Jens Lehmann waren echte Renner. Und auch die Workshops wurden gut gebucht.

Ersetzen Online-Formate die Präsenzveranstaltungen auf Dauer?

Sobald es wieder erlaubt ist, werden wir mit Sicherheit die Kinder-Uni wieder in Präsenz anbieten. Ich könnte mir aber gut vorstellen, dass wir unsere Angebote im Transferbereich „Universität & Schule“ dauerhaft auch um digitale Angebote erweitern. Für viele Lerngruppen aus Bremen und umzu ist die Anreise zur Uni ein Hindernis. Digitale Angebote können inzwischen unkomplizierter in den Schulalltag eingebunden werden.

Wann geht es nach den Ferien weiter?

Während der Ferien können die Kinder fleißig unsere Videos anschauen. Und direkt danach bis Ende Oktober geht es weiter mit den Online-Veranstaltungen. Hier gibt es auch noch einige freie Plätze.

Hier geht es zu den Angeboten der digitalen Kinder-Uni: www.uni-bremen.de/kinderuni

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