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Die Marketingfachfrau

Friederike Moschner ist für das zentrale Marketing der Universität zuständig. Ein Porträt in unserer Serie „Campusgeschichten“

„Alles ist möglich“ – so lautet das Motto von Friederike Moschner. Seit fast einem Jahr ist sie für das zentrale Marketing der Universität zuständig. Im Fokus steht bei ihr aktuell vor allem die Einführung des neuen Corporate Designs der Universität – pünktlich zum Uni-Jubiläum im Jahr 2021.

Das Corporate Design – kurz: CD – umfasst das visuelle Erscheinungsbild der Universität mit seinem Logo und seinen Gestaltungsmöglichkeiten, wie man sie zum Beispiel für Online-, Printprodukte oder Werbemittel benötigt. „Zur Weiterentwicklung des Corporate Designs gehörte natürlich zuvor ein intensiver Corporate-Identity-Prozess – kurz: CI-Prozess“, erläutert die Marketingexpertin. Es ging darum, einen „Markenkern“ für die Universität herauszuarbeiten. Sprich: Wofür steht die Universität? Was macht sie aus? Was macht sie besonders und einzigartig? „Dabei war es wichtig, möglichst viele Uni-Angehörige miteinzubinden, um zu hören, wie sie ihre Einrichtung sehen.“ Deshalb gab es einen teilnehmenden Prozess in Form einer internen Umfrage, zahlreichen Interviews und Workshops mit allen Statusgruppen der Universität. Das alles werteten Friederike Moschner und ihr CI-Projektteam aus. Dazu zählen Kristina Logemann, Leiterin des Referats Hochschulkommunikation und -marketing - diesem gehört auch Friederike Moschner an - sowie externe Agenturen. Die Ergebnisse sind in das neue Corporate Design eingeflossen. „CI- und CD-Prozess bauen also aufeinander auf“, erklärt die 38-Jährige.

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Die Arbeit an einer Universität hat für Friederike Moschner etwas sehr Sinnstiftendes. „Bildung ist für mich ein wichtiges Gut, dafür mache ich gerne Marketing.“
© Alasdair Jardin / Universität Bremen

In den Startlöchern

„Nach dieser mehrmonatigen Entwicklungsarbeit befinden wir uns jetzt in den Startlöchern“, sagt sie. Im Jubiläumsjahr 2021 soll das neue Corporate Design in der Universität kommuniziert und eingeführt werden. Moschner: „Diese Institution zeichnet sich durch eine große Vielfalt aus.“ Das neue Corporate Design spiegele diesen wichtigen Aspekt mehr wider als das bisherige. Zudem biete es eine größere Farbauswahl, um diese Vielfalt darzustellen, wenn es zum Beispiel um die Gestaltung von Broschüren, Websites oder Plakaten geht. Einen radikalen Bruch zum bisherigen Logo gibt es dabei nicht – es wurde vielmehr weiterentwickelt.

Neues Corporate Design unterstützt Positionierung der Universität

Ein neues CD in einer so komplexen und vielfältigen Institution einzuführen muss gut durchdacht sein. Denn neben den zwölf Fachbereichen gibt es viele Institute und Einrichtungen, die in den vergangenen Jahren im Marketing schon sehr aktiv waren. Sie haben zum Beispiel Broschüren und Websites gestaltet oder eigene Logos. „Hier investieren zahlreiche Bereiche viel Arbeit und Geld“, sagt Friederike Moschner anerkennend. „Mein Ziel ist es, jetzt Stück für Stück alles zu einem großen Ganzen zusammenzuführen.“ Das geht nur mit einer vertrauensvollen Zusammenarbeit innerhalb der Universität. „Je optisch einheitlicher, prägnanter und unverwechselbarer wir auftreten, desto höher ist der Wiedererkennungswert der Universität Bremen und der zugehörigen Bereiche, Einrichtungen sowie Institute.“ Und davon profitierten letztlich alle. Denn der Wettbewerb um Studierende und Mitarbeitende nimmt unter den Hochschulen national und international immer mehr zu.

Viel Zuspruch aus dem Akademischen Senat

Die Ergebnisse des CD- und CI-Prozesses haben Friederike Moschner und ihr Projektteam zu Beginn des Wintersemesters im Akademischen Senat präsentiert. Aus dem politischen Gremium der Universität gab es viel Zuspruch. Eine große Mehrheit begrüßte die Weiterentwicklungen und freut sich, damit im Uni-Alltag bald arbeiten zu können.

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Das Bild zeigt das Logo der Universität Bremen. Einen radikalen Bruch gibt es mit dem neuen Logo nicht – es wurde vielmehr weiterentwickelt.
© Michael Ihle / Universität Bremen

Sinnstiftende Arbeit

Elf Jahre ist Friederike Moschner jetzt im Marketing tätig, nachdem sie in Göttingen ein kulturwissenschaftliches Studium abgeschlossen hat. In ihren vorherigen Jobs in Berlin und Hamburg gehörte es stets zu ihrem Tagesgeschäft, sich schnell in Dinge einzuarbeiten, Projekte auch kurzfristig zu übernehmen und voranzutreiben. Und so ist das auch an der Universität Bremen gewesen, als sie das CI- und CD-Projekt im Januar 2020 übernahm. Die Marketingfachfrau fand sich innerhalb kürzester Zeit in die komplexen Hochschulstrukturen ein, um mit allen Beteiligten loszulegen. Am liebsten arbeitet sie im Hintergrund. Von dort aus bringt sie die Dinge mit viel Herzblut voran. Und kein Tag ist gleich. Stets gilt es, mehrere Bälle gleichzeitig in der Luft zu halten. „Das gehört zu meinem Job“, sagt sie. Und der macht ihr Spaß.

„Ich finde die Vielfalt der Projekte, die ich betreue, sehr spannend“, sagt sie. „Zudem liebe ich es, mit so vielen unterschiedlichen Menschen zusammenzuarbeiten.“ Den einen Tag ist Friederike Moschner in der Uni-Druckerei, um Papier und Gestaltung für Visitenkarten oder Flyer zu besprechen. Am nächsten Tag schreibt sie Mails nach New York, um die Lizenzrechte von Schriftarten zu klären. Hinzu kommen zahlreiche Besprechungen. „Meine To-Do-Liste ist am Ende meines Arbeitstages oft länger als zu Beginn“, sagt sie lachend. Insgesamt habe für sie die Arbeit an einer Universität etwas sehr Sinnstiftendes. „Bildung ist für mich ein wichtiges Gut, dafür mache ich gerne Marketing.“

Weitere Informationen:

Webseite Hochschulkommuniaktion und -marketing

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